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Unsere Veranstaltungshighlights der Uckermark...
Wir möchten gern wissen ...
Kostenfreie Präsentationen
Wer verreist, möchte gern im Vorfeld wissen, was erwartet mich in meinem Reiseziel - ohne stundenlang zu suchen. Das war auch der Grund für diese Seite. Daher bieten wir allen Dienstleistern der Uckermark, sich hier KOSTENFREI zu präsentieren. Senden Sie uns Ihre Termine und Veranstaltungen, wir präsentieren diese umfassend.
Mühlenmuseum "Salvey Mühle 3" in Geesow
Salvey Mühle
Die Wassermühle steht auf einem bereits von Zisterziensern vor über 750 Jahren begründeten Standort. Sie ist die letzte noch erhaltene Mühle von ehemals vier Mühlen des Salveybaches und liegt in einer historisch entstandenen Teichlandschaft.
Um das damalige Mühlenleben Nachempfinden zu können, entstand in den Räumen der Mühle ein Technikmuseum. Hier kann das alte Mühleninventar besichtigt werden. Die Ausstellung gibt Auskunft über die Zeit der Entstehung der Salveymühle bis heute. Das ganz Besondere an der Salvey Mühle war ihre durch Wasserkraft über die Turbine angetriebene Horizontalsäge. Sägegatter wie auch die Transmission können im Betrieb erlebt werden.
In den oberen Räumen und auf dem Außengelände gibt es außerdem die Möglichkeit sich ausführlich über erneuerbare Energie zu informieren. Wer länger bleiben möchte, dem bietet die Mühle ökologische und schöngestaltete Ferienwohnungen, Einzel- und Doppelzimmer sowie Radquartiere.
Weitere Informationen erhalten Sie hier.
Anschrift:
Mühlenmuseum "Salvey Mühle 3"
Salvey Mühle 3
16307 Gartz (Oder) OT Gessow
Öffnungszeiten:
März - November
Montag - Sonntag 10:00 - 17:00 Uhr
Führungen auf Anmeldung:
Tel.-Nr.: 033333 / 30335
Berlischky - Pavillon
Berlischky - Pavillon
Der Backsteinbau wurde 1776 - 1779 nach dem Entwurf von Georg Wilhelm Berlischky errichtet. Nach nicht belegter erster Nutzung als Logengebäude für die ortsansässige Johannesloge des Markgrafen diente sie ab 1785 den Refugies der Stadt als Kirche. Berlischky schuf einen Saalbau, der nicht entlang der Ost-West-Achse gerichtet war, sondern parallel zur Hauptachse der ehemaligen Schlossfreiheit steht. Die Ausstattung des Innenraumes erfolgte wahrscheinlich in der Zeit von 1777 bis 1785.
"Galerie am Kietz" im Gerberspeicher
Galerie am Kietz in Schwedt/Oder
Eine Besonderheit am Schwedter Kietz ist der Tabakspeicher der ehemaligen Uckermärkischen Tabakverwertungsgenossenschaft. Das Gebäude gehört zu den letzten erhalten gebliebenen Bauten des Tabakgewerbes der Stadt. Es ist besonders wertvoll durch den weitgehend originalen Bauzustand der Entstehungszeit. Das Gebäude wurde um 1880 errichtet und die 1902 gegründete Uckermärkische Tabakverwertungsgenossenschaft lagerte hier ihren Tabak. Bemerkenswert ist u. a. der Lastenaufzug für die Tabakballen. Das Gebäude konzipierte man direkt als Rohtabaklager.
Hahnsche Seifenfabrik
Hahnsche Seifenfabrik
Die ehemalige Fabrik ist ein Ende des 19. Jahrhundert im fränkischen Heimatstil errichteten Bau mit Fachwerkgiebeln und Schieferdach. Dabei wurden die Obergeschosse und Giebelfelder in Schaufachwerk ausgeführt, d. h. die einst tragende Konstruktion dient nur noch als Zierelement.
Langesche Tabakfabrik Vierraden
Um 1875 ließ der Tabakgroßhändler Lange die Tabakfabrik Vierraden zur Lagerung und Fermentation von Rohtabak errichten. Die Tabakfabrik ist ein Ensemble bestehend aus dem Tabakspeicher als Produktionsgebäude, Fabrikantenvilla und dem Arbeiterwohnhaus.
Der fünfgeschossige Ziegelbau des Speichers wurde in neugotischen Formen aus Backstein errichtet. Die Sichtbogenfenster sind paarig angeordnet, schlanke Eckpfeiler und aufwändig gestaltete Giebel und Gesimse gliedern die Fassade.
Das Innere ist durch die schlichte Holzkonstruktion der fünf Ebenen mit zwei Stützenreihen geprägt und verfügt über großzügige Räume. Die Fabrikantenvilla ist ein verputzter Ziegelbau mit spätklassizistischen Stuckdetails, das Arbeiterwohnhaus ein schlichtes zweigeschossiges Gebäude mit zwölf kleinen Wohnungen für die Arbeiter der Fabrik.
Die Langesche Tabakfabrik ist in ein Zeugnis der Tabakkultur in der Nationalparkregion Unteres Odertal. Nach der Wende dem Verfall preisgegeben, gründete sich 1999 der gemeinnützige Verein kunstbauwerk e.V. , um die denkmalgeschützte Tabakfabrik Vierraden, das Gebäudeensemble aus Speicher, Fabrikantenvilla und Arbeiterwohnhaus, zu sanieren.
Der Verein kunstbauwerk e. V. führt Kulturveranstaltungen wie Theater, Lesung, Konzerte, Matinée, Ausstellungen in der historischen Tabakfabrik von in Vierraden durch.
kunstbauwerk e.V.
Schwedter Str. 19
16303 Schwedt/Oder OT Vierraden
Tel.: 03332 / 838350
Mail:
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Weitere Informationen erhalten Sie hier.
MKC Templin
Das Multikulturelle Centrum Templin ist das Kulturzentrum der Stadt und beherbergt ein Kino, eine Galerie mit Café und bietet ganzjährig ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm. Die Gründungsväter und –mütter hatten bei der Namensgebung kurz nach der Wende vor allem die Vielschichtigkeit der Sparten im Sinn, die hier unter einem Dach vereint wurden. Und in der Tat: Eine Vielzahl von Angeboten für praktisch alle Altergruppen von Kindern bis Senioren sind im MKC Templin, wie es auch kurz genannt wird, zu finden.
Evangelische Kirche St. Katharinen
Evangelische Kirche St. Katharinen
Die Stadtkirche von Schwedt ist in ihrem Kern eine einfache aus Feldsteinen errichtete Hallenkirche aus dem 13. Jahrhundert. Auf dem Merian-Stich des Jahres 1652 wird sie als Kreuz-Kirche bezeichnet. 1887 brannte die Kirche aus. Der anschließende Wiederaufbau 1889 unter Leitung des Königlichen Baurats Ludwig Dihm vergrößerte den Innenraum, entstellte den Baukörper jedoch in seiner ursprünglichen Form völlig.
Katholische Kirche Mariä Himmelfahrt
Katholische Kirche Mariä Himmelfahrt
Die Katholische Kirche St. Mariä Himmelfahrt gehört heute als eines von drei Gebäuden zum denkmalgeschützten Ensemble am Vierradener Platz. Obwohl sie 1998 erst 100 Jahre alt wurde, reicht die Geschichte der Kirche bis in das Jahr 1820 zurück. Nach den Befreiungskriegen wurde die Stadt wieder Garnison, zusätzlich siedelten sich viele Handwerker und Kaufleute aus Westfalen, dem Rheinland und Schlesien in der Stadt an. So wurde die alte Kirche zu klein.
Eine Stiftung wurde von der Familie Ortmeyer ins Leben gerufen und der Königliche Landbauinspektor Max Hasak, der Erbauer des Pergamon Museums, lieferte 1894 den Entwurf zur Kirche. Der Grundstein für die Kirche wurde am 1. November 1895 gelegt. Die Fertigstellung dauerte drei Jahre und am 24. Mai 1898 wurde die feierliche Weihe des Gotteshauses in Anwesenheit des fürstbischöflichen Deleganten begangen. Die Kirche wurde entsprechend dem Geschmack der Zeit im neugotischen Stil gebaut.
Von weitem bereits sichtbar, wirken vor allem der nadelspitze Turm und das hohe Dach; beide werden in ihrer Schlankheit noch durch den grauen Moselschiefer erhöht. Betritt man das Innere der Kirche, wird die Absicht des Bauherren deutlich: Die Anlage zielt auf einen einheitlichen großen Raum in den Ausmaßen von 33 x 12 Metern.
In der nüchternen Kühle des Raumes drückt sich ein modernes Empfinden aus: ein Gemeinschaftsraum, in dem sich niemand verbergen kann ...
Im Frühjahr 1945 wurde die Kirche durch einen Granattreffer beschädigt, war aber in ihrer Grundsubstanz nicht gefährdet. Spätere Umbaumaßahmen haben zu einer völligen Veränderung des Kirchenraumes geführt, einige davon werden gegenärtig wieder zurückgenommen.
Zum Inventar der Kirche gehören Arbeiten von Prof. Friedrich Preß, Glasfenster des Görlitzer Graphikers Georg Nawroth, ein Kruzifix und die Skulptur einer Heiligen Anna Selbdritt aus dem 15. Jahrhundert.
Besichtigungen der Kirche sind auf Voranmeldung beim Pfarramt oder beim Tourismusverein möglich. Weitere Informationen finden Sie hier.
Jüdisches Ritualbad und Jüdischer Friedhof
Jüdischer Friedhof
Vermutlich hatte die Stadt Schwedt/Oder bereits im Mittelalter einen nicht unerheblichen jüdischen Bevölkerungsanteil, worauf noch heute der Name Jüdenstraße verweist. 1672 erhielt Benedikt Levi als erster Schutzjude das Recht, in Schwedt ein Haus zu erwerben. Die weitere Geschichte verlief sehr wechselhaft. Erst mit dem Edikt vom 11. März 1812 wurden die in Preußen lebenden Juden zu Inländern erklärt. 1912 lebten in Schwedt 9.530 Bürger, davon 173 Juden.
Ackerbürgermuseum Gartz (Oder)
Ackerbürgermuseum am Stettiner Tor
Wer waren die „Ackerbürger"?
Unter dem Begriff des "Ackerbürgers" verstand man einen Bürger, der neben seinem handwerklichen Beruf auch Nahrungs- und Futtermittelanbau auf seinem Land in der Feldmark betrieb.
In den kleinen Städten auf dem Land, die meist ohne großen Handel auskommen mussten, widmete sich die Mehrzahl der Bürger dieser Kombination aus Beruf und Landbestellung. Ohne die Landbestellung reichte das Auskommen für die meisten Familien nicht. Im Turm des unter Denkmalschutz stehenden Stettiner Stadttores und im danebenstehenden Torwächterhaus befinden sich auf drei Etagen die Ausstellungen des Ackerbürgermuseums der Stadt Gartz (Oder).
Das Stettiner Tor entstand um 1280 zusammen mit der Stadtmauer. Der aus Ziegeln erbaute prächtige Turm entstand im 18. Jahrhundert. Das Museum zeigt das Leben und Arbeiten in der Ackerbürgerstadt des 18.- 20. Jahrhunderts sowie die ländliche Geschichte der Region. Gezeigt werden Gebrauchsgegenstände vom Spinnrad und Webstuhl über Haushaltsutensilien bis hin zu einfachen Ackergeräten und Fotografien. Die Mitarbeiter der Gästeinformation, die sich gegenüber dem Stettiner Tor befindet, führen Sie auch durch die Stadt am Rande des Landes Brandenburg, an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern.
Anschrift:
Ackerbürgermuseum Gartz (Oder)
Stettiner Str. 14a
16307 Gartz (Oder)
Das Ackerbürgermuseum ist auf Grund von Baumaßnahmen vorübergehend geschlossen.
Öffnungszeiten:
Mai - Oktober
Montag - Freitag 10:00 Uhr - 17:00 Uhr
November - April
Montag - Donnerstag 10:00 Uhr - 16:00 Uhr
Freitag 10:00 Uhr - 12:00 Uhr
Ermeler - Speicher
Ermeler - Speicher Lindenallee 36
Er diente zur Lagerung des in Schwedt und Umgebung aufgekauften Tabaks. Der Ermelerspeicher ist ein in Ziegelbauweise errichtetes zweigeschossiges Gebäude mit versetzten Dachflächen. Dieser großräumige Tabakspeicher hatte eine Doppelfunktion als Speicher und Trockenschuppen. Typische Merkmale für die Funktion des Trocknens sind die durchlaufenden Schleppgauben am Dach.
Amtsgericht Vierraden
Amtsgericht
Am Vierradener Platz befindet sich das Amtsgericht. Im Jahre 1896 wurde dieser Neubau beschlossen und 1898 offiziell der Nutzung übergeben. Das Amtsgericht ist ein neugotischer Ziegelbau mit zinnenartig abgestuftem Schaugiebel, der trotz der gotischen Reminiszenzen eher gewachsen als konstruiert wirkt. Der Gefängnistrakt wurde so gebaut, dass in ihm eine extreme Hellhörigkeit zur besseren Überwachung der Häftlinge herrschte.
Das Amtsgericht hatte vorher seinen Sitz im Schloss und ist aus dem Stadtgericht bzw. der königlichen Justizkammer hervorgegangen. Es trägt die Bezeichnung Amtsgericht ab 1879.
Zum Amtsgerichtsbezirk Schwedt gehörten die Ortschaften des ländlichen Umkreises: Vierraden, Berkholz, Blumenhagen, Criewen, Flemsdorf, Gatow, Heinersdorf, Hohenfelde, Hohenlandin, Meyenburg, Niederlandin, Stendell, Stützkow und Zützen.
Das Ensemble Amtsgericht, Katholische Kirche und Hahnsche Seifenfabrik ist in die Denkmalliste des Landkreises aufgenommen worden.
Dorf Kirche Kunow
Dorfkirche Kunow
Kunow, nordwestlich von Schwedt gelegen, besitzt mit seiner Dorfkirche ein wertvolles Denkmal der Baugeschichte. Wie viele Dorfkirchen der Uckermark entstand sie im 13. Jahrhundert und bot etwa 250 Personen Platz. Der Altar mit einem großformatigen Bild in seinem Innern, eine Kopie nach Rubens, wurde 1719 aufgestellt.
Der Taufengel stammt ebenfalls aus dieser Zeit und ist eine Arbeit des Mohriner Bildhauers Hattenkerel. Das regionalgeschichtlich wertvolle Kirchengestühl entstand um 1729 und enthält insgesamt 61 emblemhaft ausgemalte Bildfelder mit belehrendem und zum Teil tröstendem Inhalt.
Die Art der Malerei verweist auf den Pietismus des 18. Jahrhunderts, der in jener Zeit in der Uckermark viele Anhänger gefunden hatte und weit verbreitet war.
Wasserwerk
Wasserturm
Das 1911 errichtete ehemalige Wasserwerk der Stadt ist eine ingenieurtechnische Meisterleistung. Mit den seinerzeit sehr modernen Aufbereitungsanlagen konnte durch physikalische, chemische und bakterielle Verfahren eine völlig neue Qualität des Trinkwassers erreicht werden.
1965 wurde die Anlage stillgelegt. Durch die schnelle Zunahme der Schwedter Bevölkerung reichten Wasserdruck und Wassermenge nicht mehr aus. Bei einem Sturm stürzten in den 1980er Jahren Haube und Turmbekrönung des Wasserturms ein. Der schnelle Verfall des nun offenen Turmkopfes führte 1993 zur Demontage von Kopf samt Wasserbehälter.
1995 erfolgte unter weitgehender Beibehaltung der baulichen Gegebenheiten der Umbau zu einer Hotel- und Restaurantanlage. Hierbei erhielt der Turm wieder eine Haube und eine goldene Turmbekrönung, so dass der Wasserturm zusammen mit den Türmen der evangelischen und der katholischen Kirche die Silhouette der Stadt erneut bestimmt.
St. Georgenkapelle
Glückliche Umstände haben die St. Georgen- Kapelle weitgehend vor Zerstörungen durch die zahlreichen Stadtbrände bewahrt. So zeigt sich der in der Berliner Straße (ehemals Königstraße) unweit des Berliner Tors errichtete Sakralbau in seiner ursprünglichen Gestalt des ausgehenden 14. bzw. frühen 15. Jh. St. Georgen gilt heute neben der Stadtmauer als das älteste Gebäude der Stadt Templin. Zunächst als Kapelle des benachbarten Heilig-Geist-Spitals und als Teil eines Minoritenklosters unter anderem als Grablege genutzt, erfolgte der Patronats- und Namenswechsel spätestens im 16. oder 17. Jh. Das eigentliche Georgsspital (13. Jh.) war möglicherweise 1492 von außerhalb in die Stadt verlegt worden. Ob und wo es eine St. Georgen- Kapelle vor den Toren Templins gegeben hat, lässt sich nicht mehr sicher feststellen.
Stadtmuseum Schwedt/Oder
Unser Museum befindet sich in der Schwedter Altstadt. Hier können Sie eine Expedition in die Vergangenheit unternehmen. Ausgerüstet mit der nötigen Neugier und gewappnet mit etwas Zeit werden Sie bei einer Visite im Stadtmuseum manche interessante Entdeckung machen.
ST.- MARIA- MAGDALENEN- KIRCHE
Die Stadt Templin wurde um 1230 gegründet und urkundlich erstmals 1270 erwähnt. Die Maria- Magdalenen- Kirche steht auf den alten Fundamenten ihrer mittelalterlichen Vorgängerinnen auf dem ursprünglichen Begräbnisplatz der Stadt. Der älteste Kirchenbau ist 1492 abgebrannt. Die zweite Kirche stand nur bis 1530, der dritte Bau bis 1618. Immer baute man die Kirche schnell wieder auf. Ein alter Stich (1652) von Merian zeigt die Silhouette von Maria- Magdalenen mit hohem Dach und abgetrepptem Turm, ähnlich den drei Stadttoren. Allein aus der Höhe des Daches kann man schließen, dass die Kirche im Inneren gewölbt war und nicht wie heute eine flache Decke trug. Wahrscheinlich war es noch ein gotisches Kreuzrippengewölbe.
Das Kirchlein im Grünen in Alt Placht
Kirche in Alt Placht
Die ehemalige Gutskapelle von Alt Placht, - um 1700 erbaut - sie ist ein Bau, der sich in seine Landschaft einfügt und sie beispielhaft verinnerlicht. Zusammen mit den umstehenden 500jährigen Linden bildet sie ein Ensemble von besonderem Reiz, das eine Stimmung des Einsseins von Wachsen uns Bauen vermittelt. So wird das Kirchlein zu einem sinnfäligen Zeichen für den Zusammenhalt von Natur, Religion und Kultur.
Seit etwa 1970 schien das Gebäude dem Untergang geweiht zu sein. Durch Verfall und mutwillige Zerstörung bot die Stätte ein Bild der Verwahrlosung und Verwüstung. Alles von Wert war entwendet worden bis hin zu alten Kastenschlössern und schmiedeeisernen Türbeschlägen. Die noch vorhandene Bronzeglocke wurde an das Elisabeth-Stift in Berlin verkauft. Ein Gutachten des kirchlichen Bauamtes beschied nunmehr, "diesen Schandfleck baldmöglichst zu beseitigen". Doch selbst dazu fehlten die Mittel. 1989 drohte die Kirche endgültig einzufallen.
Da viel die Berliner Mauer. Alsbald fanden Menschen aus Ost und West zueinander und gründeten einen Förderverein zur Rettung des Kleinods. Das die Kirche nach Jahrzehnten des Verfalls wiedererstehen konnte, gleicht einem Wunder. Die Initiative ging von einem Westberliner aus, der sich aufs Bauen verstand. Das Kirchlein war ihm seit Kindertagen vertraut; denn sein Vater stammte aus dieser Gegend. In der Aufbruchstimmung nach der Wende gingen die Vereinmitglieder nun ans Werk.
Im Jahre 1993 konnte mit der Restaurierung der Kirche begonnen werden. Ein Sponsor hatte sich gefunden, der bereit war, den Wiederaufbau über die Deutsche Stiftung Denkmalschutz zu fördern. Doch damit allein ar es noch nicht getan. Viele Hilfsarbeiten sind von ABM-Beschäftigten geleistet worden. Hinzu kamen freiwillige Helfer in großer Zahl, die in Arbeitseinsätzen dazu beigetragen haben, das Aufbauwerk voranzubringen.
Die Ausfachung der Kirche wurde im Rahmen eines Lehmbauseminars begonnen. Die Teilnahmer waren so begeistert, dass sie an den folgenden Wochenenden wiederkamen, bis die Arbeit fertig war. Zum Erntedankfest 1994 war es dann soweit: Nach dreizig Jahren konnte in der Kirche wieder Gottesdienst gefeiert werden, und seit Johanni 1995 erklingt vom Turm auch wieder die heimgekehrte Glocke. Doch noch fehlten die Fenster und vieles mehr, vor allem Bänke. Groß war die Zahl der Spender, die den Verein bei der Ausgestaltung unterstützt haben.
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Die Fachwerkkirche des ehemaligen Gutes Placht wurde auf dem Platz erstellt, wo einst im Mittelalter eine Kirche inmitten eines Dorfes gestanden hatte. Die Fundamente des Vorgängerbaus konnten nachgewiesen werden. (Dokumentiert auf der Kirchenempore.) Ausgangs des 15. Jahrhunderts, so wird angenommen, fiel das alte Dorf, warscheinlich durch Krieg, der Verwüstung anheim.
Charakteristisch für die ehemalige Guts-Kapelle ist die Folge von dicht gestellten Fachwerkstielen, die das stark ausladende Traufgesims des Satteldaches tragen und die Fassade rythmisch gliedern. Die geputzten, rechteckig stehenden Felder überdecken die Riegel und Streben.
Die Bauweise entspricht nordfranzösischen Fachwerkbauten. Sie wurde, so darf angenommen werden, durch hugenottische Einwanderer ins Land gebracht. Hugenottisches Gedankengut aus der Besiedlungsgeschichte der Mark Brandenburg im 17. Jahrhundert ist damit in einer einzigartigen Erscheinungsform erhalten geblieben.
Der Bau ist vermutlich in mehreren Abschnitten entstanden. Danach dürfte der ursprüngliche Bau um den Turmteil mit dem darunterliegenden Grabgewölbe erweitert worden sein. Die Konstruktion des Dachstuhls ließ darauf schließen, dass das Gebäude früher eine Reetdeckung aufwies. So zeigt es sich nach seiner Restaurierung, auch in der Farbgebung der Fassade, nun wieder in seiner ursprünglichen Gestalt.
Das Ensemble bezeugt eine Bauweise, bei der die Natur in die künstlerische Gestaltung einbezogen ist. Auf unsere Zeit bezogen ein Beispiel für ökologisch ausgerichtete Architektur. Von dieser einfachen Kirche, inmitten eines Naturparks gelegen, geht eine anspruchsvolle Botschaft aus: Sein kulturelles Wirken gereicht dem Menschen nur dann zum Segen, wenn es im Einklang mit der Natur geschieht.
Das Kirchlein im Grünen ist ein Kleinod auf dem Stadtgebiet von Templin. Für eine Einkehr zur stillen Andacht, wird die Kirche ganzjährig täglich geöffnet gehalten. Der "Förderverein Kirche Alt Placht e.V." organisiert die kirchlichen und kulturellen Veranstaltungen in der Kirche Alt Placht.
Förderverein zur Denkmalspflege der Kirche in Alt Placht in der Uckermark e.V.
Wilhelm-Wilcke-Str. 21
17268 Templin
Quellenangabe: Informationsflyer "Das Kirchlein im Grünen" vom Förderverein Kirche Alt Placht e.V.
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