Karsten Wagner legt sein Amt als Vorsitzender des Kunstinstituts BAJA e. V. nieder – Finanzierung des Großereignisses nicht gesichert
Diese Meldung schlug bei den Organisatoren des 20. Internationalen Gitarrenfestivals ein wie die sprichwörtliche Bombe: „Unser Vorsitzender Karsten Wagner ist von seinem Amt zurückgetreten“, teilte die künstlerische Leiterin des Kunstinstituts BAJA e. V., Barbara Richter-Rumstig, am Freitag mit. „Die Gründe für meinen Rücktritt vom Ehrenamt liegen in den unüberwindbaren Ansichten der künstlerischen Leitung und dem daraus folgenden Ausbremsen neu zu beschreitender Wege“, sagte Karsten Wagner auf Nachfrage. Gleichzeitig stellte er fest, „dass die Handlungsfähigkeit des Vereins trotz meines Rücktritts weiterhin gegeben ist“.
Der Zeitpunkt, zu dem der erst Ende vorigen Jahres frisch angeheuerte Kapitän die Segel streicht und die Kommandobrücke wieder verlässt könnte ungünstiger nicht sein. Die Jubiläumsveranstaltung mit vier Schülerwettbewerben sowie Konzerten, Seminaren und Workshops mit international bekannten Musikern und Musikpädagogen sollte eigentlich vom 26. bis 30. April 2012 über die Bühne gehen. Sollte, denn Barbara Richter-Rumstig und ihren Mitstreitern blieb nichts anderes übrig, als die „Reißleine“ zu ziehen und schweren Herzens folgende Entscheidung zu treffen: „Ich muss unser 20. Gitarrenfestival leider damit endgültig absagen“, bedauerte sie. „Seit November 2011 hatte ich Karsten Wagner als Geschäftsführer an meiner Seite, der die verwaltungstechnische Arbeit und die Geldbeschaffung übernehmen wollte. Er hat am 5. Februar sein Amt niedergelegt, und es ist nun überhaupt kein Geld da“, fügte sie hinzu. Es tue ihr außerordentlich leid, dass sie nicht – wie in den 19 Jahren zuvor – Absprachen und Zusagen einhalten kann. „Viele werden sagen, dass sie es geahnt hätten – ich habe es trotzdem versucht.
Der Versuch ist gescheitert. Mir ist selbstverständlich bewusst, was diese Meldung für alle, die sich schon intensiv auf unser diesjähriges Gitarrenfestival vorbereitet haben, bedeutet. Für mich selbst trifft es ebenso zu. Leider kann ich es nicht ändern“, sagte Barbara Richter-Rumstig.