Die Firma Belectric mit Sitz in Kolitzheim (Bayern) hält an ihrem Vorhaben fest, auf dem Gelände des ehemaligen russischen Militärflughafens in Groß Dölln bei Templin (Uckermark) auf 214 Hektar Fläche ein großes Solarkraftwerk mit 128 Megawatt (peak) Leistung zu bauen. „Für unser künftiges ‚Solarkraftwerk Templin-Groß Dölln‘ benötigen wir rund 1,5 Millionen Solarmodule. Und diese werden wir - trotz der vom amerikanischen Solarmodulhersteller First Solar angekündigten Schließung des Standortes Frankfurt (Oder) zum Herbst 2012 - möglichst noch komplett in Frankfurt (Oder) einkaufen“, versicherte Belectric-Geschäftsführer Martin Zembsch am Dienstagabend bei einem Vor-Ort-Termin mit Templins Bürgermeister Detlef Tabbert und Templiner Stadtverordneten.
„Wir rechnen fest mit der Erteilung der Baugenehmigung durch den Landkreis Uckermark in der 22. Kalenderwoche. Am 1. Juni 2012 wollen wir mit dem Bau beginnen. Als Fertigstellungstermin haben wir den 30. September 2012 fest im Auge“, fügte er hinzu. Zur Höhe der Gesamtinvestitionssumme wollte er sich auf Nachfrage nicht äußern. Bürgermeister Tabbert sprach von einem „ambitionierten Zeitplan“. Wie man sehen könne, sei der Investor „bereits mit deutscher Gründlichkeit und viel Manpower ans Werk gegangen“. „Auf einer Sondersitzung am 29. Mai 2012 werden wir der Stadtverordnetenversammlung den Flächennutzungsplan und den Beschluss zum Bau vorlegen“, kündigte er an.
Martin Zembsch informierte die Gäste und Vertreter der Presse, in welchem Maße sein Unternehmen nach dem Kauf der entsprechenden Flächen in der Nachbarschaft des „auto motor und sport-Driving Centers Groß Dölln“ bereits in Vorleistung gegangen ist und dass sein Unternehmen „bereits mehrere Millionen Euro investiert hat“. „Was wir bislang tun durften, ist getan. Das gilt beispielsweise für die Waldumwandlung auf einer Teilfläche von 80 Hektar, die Beseitigung von militärischen Altlasten, die Kampfmittelberäumung, das Abtragen einer ehemaligen Mülldeponie - im Mai sollen diese Arbeiten beendet sein, rund 10 000 Kubikmeter Müll sind bereits ordnungsgemäß entsorgt - oder den Abriss von 25 alten Kasernen- und Wohngebäuden, von denen bisher 21 verschwunden sind“, erläuterte der Belectric-Chef.
Das Unternehmen Beletric ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer bei der Entwicklung und dem Bau von Freiflächen-Solarkraftwerken sowie Photovoltaik-Dachanlagen. Es beschäftigt rund 2000 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.


